Wenn du dein Motorrad online abmelden möchtest, stehst du vor einer wichtigen Entscheidung: Soll das Kennzeichen behalten werden – oder wird es freigegeben? Viele Motorradfahrer sind unsicher, welche Variante sinnvoller ist, welche Kosten entstehen und wie der Ablauf bei der digitalen Abmeldung funktioniert.
2026 ist der Prozess klar geregelt, aber je nach Zukunftsplänen kann eine falsche Entscheidung unnötige Mehrkosten oder bürokratische Umwege verursachen. In diesem Artikel erklären wir dir ausführlich, welche Möglichkeiten du hast, wie lange dein Kennzeichen reserviert bleibt und was du unbedingt beachten solltest, bevor du dein Motorrad online abmeldest.
Kennzeichen sind nicht nur Zufallsprodukte – sie haben Bedeutung:
Viele Fahrer hängen emotional an ihrem Kennzeichen.
Einprägsame Kombinationen (z. B. Initialen, Lieblingszahlen) sind begehrt.
Je nach Region kann die Kombination später vergeben werden, sobald sie freigegeben ist.
Bei einer Wiederzulassung oder einem neuen Motorrad kann die erneute Nutzung Gebühren sparen.
Darum ist es wichtig, vor der Abmeldung zu überlegen, ob du dein Kennzeichen behalten möchtest.
Bei der digitalen Außerbetriebsetzung über i-Kfz Stufe 4 stehen dir grundsätzlich zwei Möglichkeiten offen:
✔ Option 1: Motorradkennzeichen behalten (Reservierung)
Wenn du planst:
ein neues Motorrad anzumelden
dein Motorrad nur über Winter stillzulegen
das Kennzeichen langfristig behalten zu wollen
ein Wunschkennzeichen gesichert zu halten
… dann ist die Reservierung die richtige Wahl.
🔹 Wie lange bleibt das Kennzeichen reserviert?
In den meisten Bundesländern gilt:
Reservierung bis zu 12 Monate
Einige Zulassungsstellen verlängern automatisch oder bieten gebührenpflichtige Verlängerungen an.
🔹 Kosten für die Kennzeichenreservierung
Typischerweise:
Online-Abmeldung: 5–8 €
Kennzeichenreservierung: 2–3 € (manchmal auch kostenlos)
Die Gebühren sind sehr niedrig – deshalb lohnt sich die Reservierung fast immer.
🔹 Vorteile der Kennzeichenreservierung:
Wiederverwendung ist günstig
Keine neue Wunschkennzeichen-Gebühr
Ideal für Saisonfahrer
Spart Bürokratie bei Neu-Zulassung
Persönliche Kombination bleibt gesichert
🔹 Nachteile:
Wenn du die Reservierungsfrist verpasst, wird das Kennzeichen automatisch freigegeben
Manche Regionen ermöglichen nicht unbegrenzte Verlängerung
Insgesamt ist das Behalten des Kennzeichens die beliebteste Option.
✔ Option 2: Motorradkennzeichen freigeben
Du solltest das Kennzeichen freigeben, wenn:
das Motorrad endgültig verkauft ist
du kein neues Motorrad planst
du in eine andere Stadt umziehst
du ein neues Wunschkennzeichen möchtest
du keine emotionale Bindung zum alten Kennzeichen hast
🔹 Vorteile des Freigebens:
Keine Reservierungsgebühr
Kombinationsmöglichkeiten werden für andere Fahrer verfügbar
Du kannst dich für ein neues Wunschkennzeichen entscheiden
Bei Verkauf ist die Freigabe meist sinnvoll
🔹 Nachteile:
Du kannst die Kombination später nicht garantiert zurückbekommen
Bei Wiederzulassung fallen Wunschkennzeichen-Gebühren an (ggf. 10–20 €)
Wer sein Motorrad komplett abmeldet und keine Wiederzulassung plant, fährt mit dieser Option unkompliziert.
Der Entscheidungsprozess ist im digitalen Abmeldeportal integriert. Sobald du den Abmeldevorgang startest, hast du folgende Auswahlmöglichkeiten:
Kennzeichen reservieren / behalten
Kennzeichen freigeben
Der Ablauf ist denkbar einfach und unterscheidet sich kaum von der Standard-Abmeldung.
🟦 Schritt 1: i-Kfz Portal aufrufen
Du wählst den Punkt „Fahrzeug außer Betrieb setzen / Abmelden“ aus.
🟦 Schritt 2: Fahrzeugdaten eingeben
Dazu gehören Kennzeichen, FIN und Sicherheitscode.
🟦 Schritt 3: Kennzeichenoption wählen
Du entscheidest zwischen:
„Kennzeichen behalten“
„Kennzeichen freigeben“
🟦 Schritt 4: Digitale Identifikation
Mit eID und PIN.
🟦 Schritt 5: Online bezahlen
5–8,50 € je nach Behörde.
🟦 Schritt 6: PDF-Bestätigung speichern
Hier findest du auch die Info zur Reservierungsdauer.
Es gibt mehrere Situationen, in denen eine Reservierung besonders sinnvoll ist:
🔸 Du willst nach der Winterpause wieder anmelden
Typisch für Saisonfahrer.
🔸 Du hast ein Wunschkennzeichen, das schwer zu bekommen ist
Vor allem in gefragten Städten (z. B. München, Hamburg, Köln).
🔸 Du planst ein neues Motorrad
Auch ein anderes Modell kann das gleiche Kennzeichen nutzen.
🔸 Du möchtest langfristig auf ein „Markenzeichen“ setzen
Viele Biker fahren über Jahre dieselbe Kombination.
Das Freigeben ist sinnvoll, wenn:
das Motorrad verkauft und abgemeldet wird
du auf ein neues Wunschkennzeichen wechseln willst
du nicht mehr fährst oder keinen Ersatz planst
die Kombination dir nicht wichtig ist
du in einen anderen Zulassungsbezirk ziehst
Diese Fehler solltest du vermeiden:
❌ Fehler 1: Nicht wissen, ob man das Kennzeichen behalten will
→ Vorher entscheiden spart Gebühren und Zeit.
❌ Fehler 2: Reservierungsdauer vergessen
→ Nach 12 Monaten ist das Kennzeichen oft unwiederbringlich weg.
❌ Fehler 3: Annahme, dass Kennzeichen automatisch reserviert werden
→ Falsch! Man muss aktiv "behalten" wählen.
❌ Fehler 4: Kennzeichenfreigabe bereuen
→ Wunschkennzeichen sind später oft vergeben – besonders in Ballungsräumen.
Wenn du dein Motorrad online abmelden möchtest, ist das Kennzeichen-Handling ein wichtiger Bestandteil der Entscheidung:
Behalten, wenn du die Kombination weiter nutzen willst oder nur eine saisonale Pause einlegst.
Freigeben, wenn das Motorrad verkauft, verschrottet oder endgültig ersetzt wird.
Die Online-Abmeldung macht den gesamten Prozess einfacher, transparenter und günstiger als früher — egal für welche Option du dich entscheidest.
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